ICH BIN EVA
ICH BIN EVA
Tanz - der Spiegel der reinsten Natur
Die erste Ausbildung für den Bühnentanz, sowie Gesang und Sprechtheater erhielt ich an der Theaterfachschule Siegburg. Ebenso lernt ich die Biomechanik von Meyerhold kennen, die mich zeitweise stark während und auch noch nach der Ausbildung in der Arbeitsweise inspirierte.
Seit dem Beginn an der Theaterschule in Siegburg 1996 stehe ich auf der Bühne. Dort tanzte und sang ich in verschiedenen Revueprogrammen in der Studiobühne mit festem Spielplan an jedem Wochenende. Das Tanzstudium schloß ich 2002-2005 an der Danceworks – Berlin ab.
Seit 2000 bin ich hauptsächlich im zeitgenössisch- ,modernen Tanz tätig. Wegen meiner breiten Aufstellung in verschieden oftmals Spartenübergreifenden Projekten und Theaterstücken.
Ich tanzte in Choreografien von David Williams, Valenti Rocamora I Tora, Carol Ellys, Alexandre Ruccoli, Irina Roehrig u.a.
Von Juni 2013 bis zum Ende der Spielzeit 2014 tanzte ich in Köln in dem Stück „Das Werk/ Im Bus /Ein Sturz“ unter der Regie von Karin Beier und in der Choreographie von Valenti Rocamora I Tora.
Anfang 2015 schloss ich mein Studium in Bewegungswissenschaft in Hamburg mit dem B.A. ab.
Seit 2016 gab es erfolgreiche Weltpremieren beim Festival für Freunde in Dahnsdorf mit den eigenen Produktionen:
„Das Tal in Deinen Augen“ (2016)
„setz‘ Dich zu mir“ (2017),
„Originalfälschung“ (2018),
„ExHamburg“ (2019),
„Luzide“ (2020/21),
„Feuerfrau“ (2022/23).
"HeroIn" (2024/25)
Ich arbeite zur Zeit an zwei Spielstätten in Hamburg. Der Staatsoper (Opera Stabile) und dem Deutschen Schauspielhaus. Auch ein Gastspiel in Winterthur steht derzeit auf dem Plan. Schaut mal bei den Terminen...
Also: STAY TUNED!
Ausgewählte Produktionen
EXHAMBURG
Die Flucht ist ein Thema jeder Epoche. Die meisten Menschen wäre nicht da, wo sie heute sind, wären ihre Vorfahren oder gar sie selbst irgendwann geflohen. Die existenzielle Angst treibt jede Flucht an. Da einige Forschungen bestätigen, dass Angst genetisch vererbbar ist (z.B. https://www.berliner-zeitung.de/wissen/psychologie-kann-ein-psychisches-trauma-vererbt-werden--26229832 ), stellt sich hier die Frage, was dies für die folgenden Generationen bedeutet.
Die Flucht aus vielerlei Gründen ist im Zentrum des Geschehens. Es wird untersucht wo es sichtbar ist und wird, was wissenschaftliche Untersuchungen schon teilweise belegen: Angst ist vererbbar. Ist den Fliehenden vielleicht genetisch vorgegeben, die Flucht als eine Grundlage in den darauf folgenden Generationen weiter leben zu lassen? Wie sieht es mit dem Kontrast der Menschen aus, die versuchen ein Leben an einem Ort zu befürworten, im Gegensatz zu denen, die ihr Leben in die Hand nehmen, um die äußeren Umstände zu ändern?
Dies Stück lässt sich, auf Grund der politischen Weltlage einfacher auf diese Gruppe von Menschen kanalisieren, welche Flüchtlinge sind. Jedoch soll es offen für alle sein, um sich mit dem Thema Flucht aus vielen Perspektiven zu beschäftigen. Auch mit Blick auf die körperlichen Konsequenzen. Können gesellschaftlich verbreitete Krankheiten (Beispiel u.a. ADHS) Aufschluss über die Flucht der Vorfahren geben?
ORIGINALFÄLSCHUNG
Die persönliche, zweckgebunden Darstellung und ihr Verkauf an die Zivilisation führt zu schnellen Schlüssen über Personen und ihre Persönlichkeiten.
Große und kleine Firmen nutzen diese Form der Vermarktung für ihren Profit, sei es für Dating Plattformen, Eis , Schokolade, die beste Versicherung, an der Rezeption des Fitnessstudios, oder auch der private Mensch als ein Community Mitglied im Netz. Die Selbstdarstellung findet derzeit in gewissem Maße immer statt.
Was steckt in der Täuschung vom Original und was im Original in der Täuschung?
Von der Oberfläche betrachtet scheinen die Dinge anders. Wenn wir uns einlassen können und wollen erkennen wir vielleicht die Welten darin und dahinter.
Welche Konsequenzen können davon abhängen, wie das Trugbild die „Käufer“ in die Irre führt?
LUZIDE
Geträumt wird überall auf der Welt. Interessierte wissen, dass verschiedene Träumende sehr ähnliche Entwicklungen in ihren Träumen „bearbeiten“. Das Fallen von einer Höhe oder das nicht vorankommen, da uns irgendwas aufhält. Dies kennen die Mehrheit der Träumenden. Ebenfalls, dass alle Menschen (und auch Tiere) träumen, auch wenn sie sich nicht erinnern, ist bewiesen.
Die verschiedene Völker sehen in Träumen unterschiedliche Werte. In den Naturvölkern wird der Traum auf eine besondere Weise miteinander geteilt. Der Traum hat für unsere Gesellschaft eher eine geringere Bedeutung. Diese wird eher für uns klären, wenn es uns interessiert.
Wenn sich die Frage nach dem Sinn und der Bedeutung der eigenen Träume stellt, kann sich auch ein Rätsel ergeben.
Wie ist es mit Träumen die scheinbar keinen Bezug zur Realität haben? Wenn die Träume einerseits so verdichtet sind, dass sie auch durch vieles hinterfragen rätselhaft bleiben. Es bleibt im chaotischen Bereich des Traumes. Vielleicht bedeutet es, dass Dinge die man sich erträumt, an denen man arbeitet sich nicht ergeben und erfüllen.
Die aufgebrachten Bemühungen gehen nicht auf. Im Traum kommt man vielleicht nicht vom Fleck oder man wird gehindert.
Es entsteht eine Sackgasse, Stillstand oder vielleicht ein Umwandlung? In welche Richtung löst der Traum sich auf oder bleibt er auch im Wachzustand unterschwellig bestehen?
Träume reflektieren Gefühle und Bilder die uns irgendwie berührt oder bewegt haben. Sie geschehen in neuro-biologischen Prozessen.
Ausgehend von dieser These: „Wir träumen davon wer wir sind“
entstand die Choreographie „Luzide“.
Es gibt nicht fremdes oder seltsames in Träumen. Und nur jede*r selbst kann es sich erschliessen.
Die Idee zu der Choreographie wurde in Anbetracht der Corona Zeit und den Zielen der kommenden Zeiten gestaltet. „Luzide“ handelt von den Hoffnungen darin, dass diese jetzige Zeit zu einem Umdenken der Menschen in der Gesellschaft führt. Wenn wir daran glauben, dass sich etwas zum Guten verändern könnte, dann haben diese Gedanken nahezu einen metaphysischen Sinn gefunden.
FEUERFRAU
Für das Projekt „Feuerfrau“ stellte ich die Frage nach einer Tendenz für die Zukunft, wenn wir uns, hervorgerufen durch Corona vor menschlicher Nähe schützen? Aus diese Frage heraus erstelle ich einen Fragenkatalog den ich bisher in mehreren (14) eins-zu-eins Interviews bearbeitet. Die Interviewten waren im Alter von 6-46 Jahren. Zusätzlich erforschte ich die Funktion und die Eigenschaften des Amygdala (Mandelkern), in der die Anlage zur emotionalen Verknüpfung mit der Wahrnehmung liegt. Die Lage des Mandelkernes und seine Beschaffenheit, sowie das Wissen um die direkte, emotionale, instinktiv geleitetet Bewegung des Menschen bei neuen, ungewöhnlichen Situationen die nicht abzuschätzen sind haben mich in meiner Findungen zum roten Faden des Stückes geleitet. Der Fragebogen beinhalteten sechs konkrete und zwei optionale Fragen. Die Fragen haben mich bisher zu verschiedenen Emotionen gebracht, die ich in der Landkarte anlegen werde. Zum Beispiel: Die Angst davor, jemandem zu Nahe zu kommen. Daraus folgt, dass das soziale Miteinander nicht weiter gepflegt/ trainiert wird. Die Wut, die dazu führt, dass wir (voreinander) fliehen. Die aber auch dazu führt, dass wir angreifen. Die Traurigkeit die mit der Ungerechtigkeit zu tun hat, etwas nicht tun zu dürfen, was einem Freude bereitet führt zur Isolation zu den anderen. Und sogar Hoffnungslosigkeit bei längerer Isolation. Es entsteht auch eine Sinnlosigkeit im Dasein und dem alltäglichen handeln. Der gemeinschaftlich, soziale Gedanke geht weiter verloren. Aber auch die Kraft und der Mut die durchströmen, wenn durch die Stille - den Stillstand, das Innehalten - auch neue Wege aufkommen, die sich offenbaren.